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Kathrein stellt den Tanz ein - Das Jahresrad steht nun still

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Am 25. November gedenkt der katholische Heiligenkalender der Hl. Katharina. Ums Jahr 300 soll sie in Alexandrien das Martyrium erlitten haben, indem sie zum Tod durch Rädern verurteilt worden wäre. Wie auch bei anderen christlichen Überlieferungen von Heiligenlegenden wird erzählt, dass sie nicht gewillt war den Sohn des Kaisers zu heiraten. Stattdessen habe sie Jesus als den richtigen Bräutigam erkannt, als ihr das Jesuskind im Traum einen Verlobungsring an den Finger steckte. Daraufhin habe sie habe sich taufen lassen und mit den 50 besten Philosophen des römischen Kaisers über „Götzenopfer und Aberglauben“ diskutiert. Da die Räder brachen, als Katharina gerädert werden sollte, soll dieses Wunder das Volk und die Kaiserin auf die Seite der Heiligen und des Christentums gebracht haben. Der römische Kaiser soll ihr daraufhin ihre Brüste abreißen und sie enthaupten haben lassen. Doch aus ihrer Halswunde strömte kein Blut, sondern Milch. Katharina wird als katholische Heilige aufgrund de...

Urmutter Anna und das Wissen der Frauen - Die Ursprünge ihrer weitverbreiteten Verehrung und die Verbindung der Heiligen mit alten Frauenkultorten.

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Am nordöstlichen Ausläufer des Haunsbergs ist Anna die „Anna-Kapelle“ von Berndorf gewidmet. In dreifacher Gestalt der „Anna Selbdritt“ erscheint sie dort auf dem Altarbild. Als lehrende Mutter mit dem Buch in der Hand, begegnet uns Anna in der Salzburger Kollegienkirche am Universitätsplatz. Auf dem Ettenberg im Berchtesgadener Land, am Fuße des Untersbergs, findet alljährlich am Sonntag nach dem 26. Juli, dem katholischen Gedenktag der Heiligen, das Anna-Fest statt.   Obwohl die Hl. Anna, die Großmutter Jesu, im Neuen Testament an keiner Stelle namentlich erwähnt wird, ranken sich zahlreiche Legenden um ihre Gestalt und ihr Leben. Im späten Mittelalter kamen Bilder von der Geburt Mariens auf, die von Hebammen gebadet wird. Beliebt sind seither auch jene Darstellungen der Mutter Anna, die ihrer Tochter das Lesen beibringt. Ab dem 13. Jahrhundert werden der Heiligen mehr und mehr Kirchen und Altäre geweiht. Die Blütezeit des Annakultes war die Umbruchzeit am Beginn der Neuzeit, ...

Die Auferstehung der Vegetation - Ostergräber: So bunt wie die wiedererwachende Natur

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Zu Ostern wird in vielen katholischen Kirchen traditionell das „Heilige Grab“ aufgebaut. In einer Inszenierung wird das Osterwunder, die Auferstehung Jesu, den Gläubigen nähergebracht. Der Ursprung dieser Ostergräber ist im Mittelalter angesiedelt. Ihre künstlerische Blütezeit erlebte diese Tradition im Barock. Aufwendige Kulissenbauten entstanden, die immer reicher ausgeschmückt wurden. Im Jahre 1782 schob Kaiser Joseph II diesen „Sensationen“ einen rechtlichen Riegel vor, denn die wahre Andacht würde durch dieses Schauspiel behindert.

Von „Hausdrachen“ und weiblichem Eigensinn

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„ Spätestens ab dem Wechsel sollten Frauen sich die Hausdrachen-Position erarbeitet haben .“ Meist folgt Lachen, wenn ich diese Feststellung im Rahmen meiner Veranstaltungen äußere. Obwohl „der Hausdrache“ einen männlichen Artikel hat, haben wir interessanterweise sofort Frauen im Kopf, sobald diese Bezeichnung fällt. Auch von offizieller Seite wird dies bestätigt, denn der Duden spricht bei der Bedeutungserklärung von einer „zänkischen, herrschsüchtigen Ehefrau oder Hausangestellten“ und bringt als Beispiel „die früher so nette Frau war zum Hausdrachen geworden“. Als Synonyme zum „Hausdrachen“ führt er „Alte, Ehefrau, Frau, Hexe“ an.

Vom „Durchhalten“ der Frauen

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"Du machst es dir leicht, ich hab auch durchgehalten.“ Mit diesen Worten reagierte meine Mutter Renate auf meine Mitteilung, dass Hans und ich uns trennen werden. 14 Jahre sind seither vergangen. In meinem Familiensystem haben sie alle „durchgehalten“, die Frauen vor mir. Ich bin die Erste, welche dieses Muster durchbrochen hat. Aus diesem „Erbe des Durchhaltens“ meiner Ahninnen auszusteigen, war keine leichte Aufgabe für mich und doch bin ich dankbar für diese Entwicklung, denn ich habe damit nicht nur meinem eigenen Leben eine neue, eine ganz andere Wendung gegeben, sondern auch die Struktur unseres Familiensystems umgeschrieben.

Von der Feier der Eroskraft, welche die Welt zusammenhält

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Zur Sommersonnenwende feiern wir die höchste Entfaltung der Liebeskraft, in der Welt und in uns Menschen. Keine Kraft wurde vom Patriarchat so bekämpft, dämonisiert und zerstört, wie die Eroskraft. Dies zeigt sich u.a. auch darin, dass schon seit Jahren jenes Ritual im Jahreslauf mit den wenigsten Teilnehmerinnen das Litha-Sommersonnwend-Ritual ist. Dabei ist gerade diese Zeit so wichtig und bedeutsam, denn in matriarchalen Kulturen heißt es, dass die Eroskraft die stärkste Kraft im Universum ist. Sie es ist, welche die Welt zusammenhält.

Vom „Wilden Mann“ und seiner Keule - Karfreitagszauber vor dem Salzburger Festspielhaus

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Gegenüber dem Festspielhaus in der Salzburger Altstadt steht auf einem Marmorbrunnen eine fast nackte Gestalt, in der rechten Hand eine mächtige Keule, mit der linken das Stadtwappen haltend. Nur mit einem knappen Blätterröckchen ist er bekleidet, der „Wilde Mann“. Sein Leib wäre „ganz mit Schuppen bedeckt“, so versucht uns das „Salzburger Sagenbuch“ weiszumachen. Wer die Frühlingszeit für einen Lokalaugenschein nützen will, der und dem werden die „Schuppen von den Augen“ fallen, denn es ist mit freiem Auge ersichtlich, es sind Blätter mit einer erkennbaren Mittelrippe. Die Sage erzählt, der „Wilde Mann“ würde sich einmal im Jahr am Karfreitag beim Zwölfuhrläuten um sich selbst drehen, um daraufhin wieder zwölf lange Monate starr und unbeweglich auf seinem Platz zu verharren. „Viele wollten dieses Wunder mit eigenen Augen gesehen haben und fanden hierfür auch gläubige Ohren. Andere dagegen haben schon manchen Karfreitag um die Mittagsstunde vor dem Brunnen zugebracht, ohne daß sich d...