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JedeFrau - Wenn die Göttin dem Jedermann den Spiegel vorhält

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Ein beeindruckendes Multimedia-Theaterstück über patriarchale Machtverhältnisse, weibliche Perspektiven und die Frage, wie wir miteinander leben wollen.   Manche Theaterabende wirken noch lange nach. So ging es mir gestern Abend, am 31. Oktober 2026, im Kleinen Theater in Salzburg. Ich durfte „JedeFrau“ erleben: Ein außergewöhnliches Theaterstück, das mich sowohl inhaltlich als auch künstlerisch tief beeindruckt hat.

Luzia – wenn das Leben in der Mutterlinie weiterfließt

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Mitten im Oktober, in der Phase im Jahreslauf, in der das Licht der Sonne von Tag zu Tag weniger lange scheint, wurde in unsere Mutterlinie eine Lichtbringerin geboren. Luzia, meine erste Enkeltochter. Sie ist diejenige, die nun als Erste der nächsten Generation unsere Mutterlinie weiterträgt. 

Erotik als heilige Kraft

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Vom patriarchalen Begehren zur matriarchalen Verbundenheit „Die Schönheit der Erotik bleibt von Alltagspflichten unbelastet.“ Heide Göttner-Abendroth Dieser Satz begleitet mich schon beinahe so lange, wie ich mich mit Matriarchatsforschung beschäftige. Zum ersten Mal begegnete er mir vor vielen Jahren in einem Beitrag von Heide Göttner-Abendroth in der MATRIAVAL , der gedruckten Vorgängerin der  Mutterlandbriefe. 

Die „Drei Frauen“ von Schildthurn

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Kindersegen am „heiligen Berg“ und eine jahrhundertealte Verbindung vom Haunsberg nach Niederbayern   Seit 1659 wallfahren Menschen aus Obertrum nach Schildthurn im niederbayerischen Rottal. Laut Obertrumer Heimatmuseum waren die Jahre davor von Hitze, Hagel, Unwettern und Missernten geprägt. In dieser Not beschlossen die Obertrumer, zu jener Kirche zu pilgern, deren Turm von ihrer Heimat aus am weitesten zu sehen war. Vom Haunsbergrücken bei der Kaiserbuche war der mächtige Kirchturm von Schildthurn erkennbar. Eine große Kerze wurde mitgetragen und seither alle hundert Jahre erneuert. Vier dieser „Jahrhundertkerzen“ von 1659, 1759, 1859 und 1959 stehen noch heute in Schildthurn. 

Notburga, Brotmutter der Menschen

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Die Ursprünge ihrer weitverbreiteten Verehrung und die Verbindung der Heiligen mit alten Getreidegöttinnen.   Zu Erntedank wird sie von den Frauen auf dem Plain bei Bergheim als Prozessionsfigur getragen. In Seeham steht sie mit der Sichel und den Getreideähren in ihrer Hand neben dem Hochaltar. Auf der Westseite des Haunsbergs ziert sie in bunten Farben das linke Fenster der Kirche St. Pankraz in Schlößl. 

Der steinerweichende „Wolfgangs-Tritt“ - Heilige Steine und christliche Besitzansprüche

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„Wolfgangstritt“, so wird heutzutage jener Spurstein bezeichnet, welcher sich an der Außenmauer der Kirche im Göminger Ortsteil Kirchgöming befindet. Die Legende erzählt dazu, dass sich der Heilige Wolfgang auf diesen Stein gestellt habe, um einen Blick in die Kirche werfen zu können, als er durch die Lande zog, um Heiden zum Christentum zu bekehren. Dabei soll der Stein weich geworden sein und er habe dadurch seinen Fußabdruck in diesem Stein hinterlassen. Ein im Kirchenführer abgebildetes Votivbild zeigt eine Laufener Bürgersfrau, wie sie ihren kranken Fuß, mit der Hoffnung auf Heilung, in den Spurstein stellt. Bis heute suchen Menschen, laut der Webseite der Gemeinde Göming, an diesem alten Kultstein Linderung für ihre Fußleiden. 

Margareta, Schutzmantelfrau des Oichtentals

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Hüterin einer alten Drachenlandschaft und menschliche Urerfahrung:  Beim Betreten der katholischen Pfarrkirche von Dorfbeuern fällt der Blick unweigerlich auf ein außergewöhnliches Wandfresko der hl. Margareta. Dargestellt ist sie im Typus der Schutzmantelmadonna mit Schutzbefohlenen. Ein Motiv, das in der christlichen Bildsprache eigentlich der Gottesmutter Maria vorbehalten ist. Freigelegt wurde dieses Fresko 1948 bei Renovierungsarbeiten. Die Inschrift ist nur mehr fragmentarisch erhalten, doch das Entstehungsjahr 1612 lässt sich eindeutig entziffern. Damit fällt das Bild in die Regierungszeit des Salzburger Fürsterzbischofs Markus Sittikus von Hohenems.