Die „Drei Frauen“ von Schildthurn
Kindersegen am „heiligen Berg“ und eine jahrhundertealte Verbindung vom Haunsberg nach Niederbayern Seit 1659 wallfahren Menschen aus Obertrum nach Schildthurn im niederbayerischen Rottal. Laut Obertrumer Heimatmuseum waren die Jahre davor von Hitze, Hagel, Unwettern und Missernten geprägt. In dieser Not beschlossen die Obertrumer, zu jener Kirche zu pilgern, deren Turm von ihrer Heimat aus am weitesten zu sehen war. Vom Haunsbergrücken bei der Kaiserbuche war der mächtige Kirchturm von Schildthurn erkennbar. Eine große Kerze wurde mitgetragen und seither alle hundert Jahre erneuert. Vier dieser „Jahrhundertkerzen“ von 1659, 1759, 1859 und 1959 stehen noch heute in Schildthurn.