Grüß Göttin! Wenn die Göttin wieder sichtbar wird

Von Ursula Beilers außergewöhnlichem Kunstwerk, meiner 17-jährigen Geschichte damit und der Vision einer Zukunft in Verbundenheit mit Mutter Erde.

Zwei Worte auf einem großen schwarzen Schild, geschrieben in leuchtend pinkfarbenen Buchstaben: „GRÜSS GÖTTIN“.

Seit Ende Oktober 2026 begrüßt dieses ungewöhnliche Schild die Menschen an der Mariazeller Straße in St. Pölten. Und plötzlich ist die Aufregung groß! Politiker der FPÖ kritisieren das Kunstwerk, in den Medien und sozialen Netzwerken wird heftig diskutiert.

Wie groß die Aufregung inzwischen ist, zeigt auch ein Artikel der österreichischen Tageszeitung DER STANDARD vom 6. November 2026. Darin wird berichtet, dass der niederösterreichische FPÖ-Chef und Landeshauptfrau-Stellvertreter Udo Landbauer die Entfernung des Kunstwerks fordert.

Wer die aktuelle Auseinandersetzung noch nicht mitbekommen hat, kann sie unter dem Titel „Grüß Göttin“ – Ein 17 Jahre altes Kunstwerk bringt die FPÖ noch immer auf die Palme" nachlesen.

Neu ist diese Aufregung allerdings nicht. Bereits 2009 begrüßte das Kunstwerk der Tiroler Künstlerin Ursula Beiler die Reisenden an der Inntalautobahn bei Kufstein. Seither hat das Schild eine bewegte Geschichte mit wechselnden Standorten, Beschädigungen und immer wieder aufflammenden Diskussionen hinter sich.

Für mich persönlich ist „Grüß Göttin“ jedoch weit mehr als ein umstrittenes Kunstwerk. Dieser besondere Gruß begleitet mich seit mittlerweile 17 Jahren und ist längst zu einem festen Bestandteil meines Lebens und meiner Arbeit als Wildmohnfrau geworden.

Großes schwarzes „Grüß Göttin“-Schild mit pinkfarbener Schrift von Ursula Beiler an der Autobahnausfahrt Kufstein Nord in Tirol, fotografiert im Februar 2015 vor winterlicher Landschaft.
Das Kunstwerk „Grüß Göttin“ von Ursula Beiler an der Autobahnausfahrt Kufstein Nord. Fotografiert im Februar 2015 auf meinem Weg zur Fasnacht in Axams.

Eine überraschende Begegnung auf dem Weg nach Italien

Es war Anfang Dezember 2009. Ich war auf dem Weg nach Verona, wo ich damals für einen Freund auf einer Mineralienmesse arbeitete. Wir fuhren gemeinsam mit dem Auto von Salzburg Richtung Italien, als mir bei der Einfahrt nach Tirol plötzlich ein riesiges Schild ins Auge sprang:

„GRÜSS GÖTTIN“!

Was? Hatte ich tatsächlich richtig gelesen?

Wir waren schon daran vorbeigefahren, und ich begann an meiner Wahrnehmung zu zweifeln. Stand da wirklich „Grüß Göttin“ an der Autobahn? Mitten im katholisch geprägten Tirol?

Damals befand ich mich mitten in meiner Ausbildung zur modernen Matriarchatsforschung an der HAGIA, der Internationalen Akademie für moderne Matriarchatsforschung und matriarchale Spiritualität, bei Heide Göttner-Abendroth. Die Göttin und ihre vielfältigen Erscheinungsformen waren längst zu einem wesentlichen Bestandteil meines Lebens geworden.

Aber dass nun tatsächlich ein riesiges Schild mit diesem Gruß an einer österreichischen Autobahn stehen sollte, konnte ich kaum glauben.

Zwei Wochen später fand mein abschließendes Lehrgangswochenende an der HAGIA statt. Und als ich dort die Stiege zum Lehrgangsraum hinaufging, entdeckte ich plötzlich einige kleine Holzschilder mit der Aufschrift „Grüß Göttin“.

Heide erzählte uns von dem Kunstprojekt der Tiroler Künstlerin Ursula Beiler, die diese kleinen Holzschilder persönlich gestaltet hatte. Natürlich kaufte ich mir sofort eines davon!Und damit war nun auch mein Rätsel von der Fahrt nach Italien gelöst: Ich hatte tatsächlich richtig gelesen. Da stand wirklich „Grüß Göttin“ an der Tiroler Autobahn!

Das kleine Holzschild habe ich übrigens bis heute.

 

Kleines Original-Holzschild mit rotem „Grüß Göttin“-Schriftzug von Ursula Beiler aus dem Jahr 2009, vor einem gefilzten Wandteppich mit goldener Spirale und drei schwarzen Frauenfiguren.

Dieses kleine „Grüß Göttin“-Holzschild von Ursula Beiler habe ich im Dezember 2009 bei meinem abschließenden HAGIA-Lehrgangswochenende gekauft. Viele Jahre hing es an meiner Wohnungstür. Für dieses Foto habe ich es vor einem Wandteppich in meiner Perchtarei platziert, über den ich bereits 2012 in meinem Blogbeitrag „Verbundenheit“ geschrieben habe.


Ursula Beiler und das „Heilige Land Tirol“

Die Tiroler Künstlerin Ursula Beiler hatte ihr Kunstprojekt 2008 im Rahmen der Aktion „Kunst im öffentlichen Raum“ des Landes Tirol entwickelt. Am 15. August 2009, dem Hohen Frauentag, wurde das fünf Meter breite Schild an der Inntalautobahn bei Kufstein Nord aufgestellt.

Ein bemerkenswertes Datum, denn der 15. August ist nicht nur das katholische Fest Mariä Himmelfahrt, sondern wird in Tirol bis heute als „Hoher Frauentag“ bezeichnet.

Ursula Beiler stellte mit ihrem Kunstwerk eine grundlegende Frage: Wie weiblich ist eigentlich das sogenannte „Heilige Land Tirol“?

Seit vielen Jahren beschäftigt sich die Künstlerin mit weiblichen Spuren in der Landschaft, mit alten Sagen, Mythen, Ortsnamen und der Verdrängung der Göttin aus dem kulturellen Bewusstsein.

Dabei griff sie auch eine landschaftsmythologische Deutung des Namens Tirol auf. Demnach könnte dieser in rätischer Zeit „Tiralt Ali“ gelautet und „Dorf der Göttin“ bedeutet haben. Ursula Beiler verweist in diesem Zusammenhang unter anderem auf den Tiroler Volkskundler Hans Haid und dessen Buch „Aufbruch in die Einsamkeit“.

Eine interessante Interpretation, auch wenn diese Namensherleitung sprachwissenschaftlich bislang nicht nachgewiesen ist. Als landschaftsmythologischer Denkansatz regt sie jedenfalls dazu an, die Geschichte einer Landschaft auch aus weiblicher Perspektive zu betrachten.

Im Interview für den Kunstkatalog des Landes Tirol erklärte Ursula Beiler 2014, dass in vielen Geschichten, Sagen und Mythen das Land, unsere Heimat und Mutter, als Göttin verstanden wird: als jene, aus der wir hervorgehen, die uns ernährt und in deren Schoß wir nach dem Tod zurückkehren. Und genau deshalb erschien es ihr stimmig, die Reisenden bei der Einfahrt nach Tirol mit „Grüß Göttin“ willkommen zu heißen.

Die Beschäftigung mit weiblichen Landschaftsbildern setzte Ursula Beiler auch in anderen Kunstprojekten fort. So entstand 2015 an der Innbrücke in Innsbruck ihre Installation „INNANNA“. Mit diesem Schriftzug griff sie die Vorstellung einer alten weiblichen Flussahnin auf, die sie mit dem Inn und den beiden Zuflüssen Rosanna und Trisanna in Verbindung brachte.

In ihrer künstlerischen Deutung erscheint diese Flussahnin als mächtige Wasserschlange, die über Jahrtausende das Inntal geformt hat. Die sprachgeschichtlichen Herleitungen sind dabei nicht gesichert, doch die landschaftsmythologische Vorstellung macht die schöpferische Kraft des Wassers auf besondere Weise sichtbar.

Gerade diese Verbindung von Landschaft, weiblicher Schöpfungsmacht und alten mythologischen Bildern berührt sich unmittelbar mit meiner eigenen Arbeit als Landschaftsmythologin.

Mehr über Ursula Beilers Kunstprojekte und ihre landschaftsmythologischen Überlegungen findet ihr auf ihrer Website: https://www.urbeil.eu/pages/landart.html

Denn es geht bei „Grüß Göttin“ eben nicht bloß um die weibliche Form von „Grüß Gott“. Es geht um die Göttin als Mutter Erde.

 

Grüß Göttin - ein Gruß an die lebendige Mutter Erde

In der matriarchalen Weltsicht, wie ich sie durch meine Ausbildung bei Heide Göttner-Abendroth kennengelernt habe, ist die Göttin keine weibliche Entsprechung eines männlichen, über der Welt thronenden Gottes.

Die Göttin ist die lebendige Erde selbst.

Sie ist die Große Mutter, aus deren Schoß alles Leben hervorgeht, die es nährt und trägt und in die es nach dem Tod wieder zurückkehrt. Geborenwerden, Leben, Sterben und Wiedergeborenwerden bilden einen unaufhörlichen Kreislauf des Lebens.

In den Bergen, Flüssen, Wäldern, Pflanzen und Tieren begegnet uns die lebendige Erde in ihrer unermesslichen Vielfalt. Auch wir Menschen sind Teil dieses großen Lebenszusammenhangs.

Wer „Grüß Göttin“ sagt, grüßt damit Mutter Erde, die uns trägt und ernährt. Und dieser Gruß erinnert uns daran, dass wir Menschen nicht über der Natur stehen, sondern untrennbar mit ihr verbunden sind.

Diese Auffassung prägt seit vielen Jahren meine Arbeit als Landschaftsmythologin und Referentin für moderne Matriarchatsforschung. In den Sagen, Mythen, Bräuchen und Kultplätzen unserer Heimat begegne ich immer wieder den vielfältigen Spuren der alten Göttin.

„Grüß Göttin“ ist für mich deshalb Ausdruck einer tiefen Verbundenheit mit der Erde und allem Lebendigen und nicht einfach eine sprachliche Provokation.

 

Begegnungen mit Ursula Beiler - vom Hambacher Schloss bis St. Gallen

Im Mai 2010 fand auf dem Hambacher Schloss in Deutschland der Internationale Goddess-Kongress „The Living Goddess - Die politische Dimension weiblicher Spiritualität“ statt.

Schon beim Betreten des Schlosses begegnete mir wieder das große „Grüß Göttin“-Schild. Ursula Beiler war mit ihrem Kunstwerk vertreten und gestaltete im Rahmen des Kongresses auch eine Performance. Dort lernte ich sie erstmals persönlich kennen.

„Grüß Göttin“-Schild der Tiroler Künstlerin Ursula Beiler am Eingangsbereich des Hambacher Schlosses beim Internationalen Goddess-Kongress 2010, mit Kongressteilnehmerinnen und weiß-rot-schwarzen Stoffbändern.
Das „Grüß Göttin“-Kunstwerk von Ursula Beiler beim Internationalen Goddess-Kongress 2010 auf dem Hambacher Schloss. Hier lernte ich die Künstlerin erstmals persönlich kennen.
 

Ein Jahr später, im Mai 2011, begegnete mir Ursula Beiler beim Internationalen Kongress für Matriarchatspolitik der HAGIA in St. Gallen wieder.

Unter dem Motto „Die Zeit ist reif - Wir gehen in eine lebenswerte Gesellschaft“ kamen Frauen und Männer aus verschiedenen Ländern zusammen, um über matriarchale Gesellschaftsformen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft zu diskutieren.

Ursula Beiler war mit ihrem großen „Grüß Göttin“-Transparent dabei, das beim gemeinsamen Zug durch die Straßen von St. Gallen weithin sichtbar mitgetragen wurde.

Auf einem meiner Fotos von diesem Kongress bin ich gemeinsam mit Ursula und der österreichischen Politikwissenschaftlerin und Patriarchatsforscherin Mariam Irene Tazi-Preve zu sehen, deren wissenschaftliche Arbeit sich unter anderem mit Mutterschaft, Familienstrukturen und gesellschaftlichen Machtverhältnissen beschäftigt.

 

Renate Fuchs-Haberl mit der Politikwissenschaftlerin Mariam Irene Tazi-Preve und der Künstlerin Ursula Beiler beim Internationalen Matriarchatskongress 2011 in St. Gallen.
Beim Internationalen Matriarchatskongress 2011 in St. Gallen: Gemeinsam mit der Politikwissenschaftlerin Mariam Irene Tazi-Preve (Mitte) und der „Grüß Göttin“-Künstlerin Ursula Beiler (rechts).

Frauen ziehen beim Internationalen Matriarchatskongress 2011 mit einem großen weißen „Grüß Göttin“-Transparent in pinkfarbener Schrift und bunten Göttinnen-Bannern durch St. Gallen.
Beim Internationalen Matriarchatskongress 2011 wurde das „Grüß Göttin“-Transparent von Ursula Beiler durch St. Gallen getragen. Unter dem Transparent ist auch die US-amerikanische Göttinnen-Künstlerin Lydia Ruyle (1935–2016) mit pinkfarbener Mütze zu sehen, deren farbenprächtige Göttinnen-Banner beim Kongress ausgestellt waren.
 

 Eine weitere bemerkenswerte Frau, die auf meinen Fotografien aus St. Gallen zu sehen ist, war die US-amerikanische Künstlerin Lydia Ruyle (1935–2016).

Lydia hatte über viele Jahre hinweg farbenprächtige Göttinnen-Banner geschaffen, auf denen sie weibliche Gottheiten aus den unterschiedlichsten Kulturen der Welt darstellte. Diese großformatigen Banner waren international auf Göttinnenkonferenzen und Ausstellungen zu sehen und schmückten auch den Matriarchatskongress in St. Gallen.

Auf einem meiner Fotos ist Lydia unter dem großen „Grüß Göttin“-Transparent zu erkennen, das durch die Straßen der Stadt getragen wurde.

Wenn ich heute diese alten Fotografien betrachte, wird mir noch einmal bewusst, wie viele engagierte Frauen damals zusammenkamen, die auf ganz unterschiedliche Weise daran arbeiteten, die Göttin und die weibliche Schöpfungsmacht wieder in das öffentliche Bewusstsein zu bringen. 

Mehr über die beiden Frauen:

Mariam Irene Tazi-Preve: https://www.mariamtazi-preve.com/

Lydia Ruyle – Goddess Banners: https://www.lydiaruyle.com/goddess-banners

Auch die von Ursula Beiler unterschiedlich gestalteten „Grüß Göttin“-Postkarten begleiteten mich in den folgenden Jahren. Ich verteilte sie im Rahmen meiner Veranstaltungen und habe einige davon bis heute in meinem Archiv aufbewahrt.

Zwei „Grüß Göttin“-Postkarten der Tiroler Künstlerin Ursula Beiler: links eine Berglandschaft mit dem Schriftzug „Die schöne Braut Tirol“, rechts das pinkfarbene „Grüß Göttin“-Schild vor dem Innsbrucker Hauptbahnhof.
Zwei Postkarten aus meinem Archiv mit Motiven von Ursula Beilers Kunstprojekt „Grüß Göttin“. Diese und weitere Postkarten der Künstlerin habe ich über viele Jahre bei meinen Veranstaltungen verteilt.
  

„Grüß Göttin“ - von Anfang an bei der Wildmohnfrau

Als ich 2010 meine erste Wildmohnfrau-Website gestaltete, war für mich selbstverständlich, wie ich meine Besucherinnen und Besucher begrüßen wollte: „Grüß Göttin“

Bereits damals stand auf meiner Startseite ein Zitat von Heide Göttner-Abendroth:

„An eine sichtbare, spürbare ‚Frau Welt‘, die konkret und in Allem ist, braucht niemand zu ‚glauben‘.“

Daran anschließend erzählte ich von der Göttin, wie sie mir in der Landschaft des Salzburger Landes, in den Sagen von Frau Percht, den Saligen und den Wilden Frauen sowie in alten Bräuchen begegnet.

Und als ich 2017 meine Website völlig neu gestaltete, blieb dieser Willkommensgruß selbstverständlich erhalten.

Bis heute begrüßt die Wildmohnfrau ihre Besucherinnen und Besucher mit „Grüß Göttin“, im Internet ebenso wie bei meinen Veranstaltungen. 

Aber nicht nur auf meiner Website und bei meinen Veranstaltungen ist „Grüß Göttin“ längst zu einem vertrauten Willkommensgruß geworden. Das Foto des ursprünglichen Autobahnschildes bei Kufstein verwende ich seit vielen Jahren auch als Einstiegsfolie bei meinen Online-Ritualen und zahlreichen Vorträgen.

Anhand dieses Kunstwerks erläutere ich den Begriff Matriarchat und seine ursprüngliche Bedeutung im Zusammenhang mit der Mutter und dem Ursprung des Lebens. Zugleich eröffnet mir das Bild den Zugang zu einem Thema, das mir besonders am Herzen liegt: die Wiederentdeckung unserer eigenen mitteleuropäischen spirituell-schamanischen Traditionen und Wurzeln.

Denn die Göttin ist für mich nicht nur in den Überlieferungen ferner Kulturen zu finden. Auch unsere eigene Landschaft, ihre Sagen, Mythen, Bräuche und Rituale erzählen noch immer von der lebendigen Mutter Erde und den vielfältigen Erscheinungsformen der weiblichen Schöpfungskraft.

 

Mein „Grüß Göttin“ auf dem Weibamarkt

Seit November 2013 begleitet mich dieser Gruß auch auf dem Weibamarkt im Chiemgau.

Damals war ich zum zweiten Mal als Referentin dabei und hatte mir eigens für meinen Infostand ein kleines Regal gekauft. Dazu gehörte eine Tafel zum Beschriften mit Kreide.

Was ich darauf schreiben wollte, war für mich keine Frage: „Grüß Göttin!“

Renate Fuchs-Haberl am Wildmohnfrau-Stand beim Weibamarkt 2013, neben einem mit roten Blumen geschmückten Regal und einer handbeschrifteten „Grüß Göttin“-Tafel.
Mein Wildmohnfrau-Stand im Gasthaus Pfeiffenthaler in Bad Feilnbach beim Weibamarkt im November 2013. Damals hatte ich das Regal mit der selbst beschrifteten „Grüß Göttin“-Tafel erstmals dabei.
  
Renate Fuchs-Haberl am großen Wildmohnfrau-Marktstand beim Weibamarkt 2025 in Bad Aibling, mit Büchern, Räucherwaren, „Grüß Göttin“-Holzschildern und der ursprünglichen Kreidetafel im Hintergrund.
Zwölf Jahre später, beim Weibamarkt im Frühjahr 2025 in Bad Aibling: Mein Stand ist inzwischen beträchtlich gewachsen. Doch das kleine Regal mit dem handbeschrifteten „Grüß Göttin“-Schild gehört noch immer dazu.

 

Seither hat sich vieles verändert. Mein Wildmohnfrau-Stand ist im Laufe der Jahre immer größer geworden, zahlreiche Bücher, Räucherwaren und weitere Göttinnen-Angebote sind dazugekommen. Doch das kleine Regal samt seinem handbeschrifteten Schild ist geblieben. Es gehört einfach dazu und ist längst zu einem meiner Markenzeichen geworden.

Natürlich gab es im katholisch geprägten Chiemgau gelegentlich auch kritische Reaktionen auf diesen ungewöhnlichen Gruß. Doch diese waren selten und, verglichen mit der gegenwärtigen Aufregung in Niederösterreich und den sozialen Medien, geradezu harmlos.

 

Mein letztes Foto vom großen Schild bei Kufstein

Im Februar 2015 war ich auf dem Weg zur Fasnacht in Axams. Dabei nutzte ich die Gelegenheit, das große „Grüß Göttin“-Schild direkt an der Autobahnausfahrt Kufstein Nord zu fotografieren.

Das Schild stand damals bereits seit mehr als fünf Jahren dort. Immer wieder hatte es Diskussionen ausgelöst und war mehrfach beschädigt oder verändert worden.

Ende Jänner 2016 endete schließlich seine Zeit an der Inntalautobahn.

Für mich wurde dieses Foto aus dem Februar 2015 später noch aus einem ganz anderen Grund bedeutsam: Es bildet bis heute die Grundlage für die „Grüß Göttin“-Schilder, die ich in meinem Marktplatz der Göttinnen anbiete.

  

Überraschende Begegnungen im Katholischen Bildungswerk

Eine weitere Geschichte ist mir besonders in Erinnerung geblieben.

Seit 2013 bin ich auch im Rahmen des Katholischen Bildungswerks Salzburg als Referentin für moderne Matriarchatsforschung tätig. Dazu gehören nicht nur örtliche Bildungswerke in Salzburg, sondern auch Einrichtungen in Teilen Tirols, die zur Erzdiözese Salzburg gehören.

Gerade in den ersten Jahren war ich vor meinen Vorträgen manchmal etwas angespannt. Wie würden die Verantwortlichen und Teilnehmenden der katholischen Bildungsgruppen auf meine matriarchatsforscherischen Themen reagieren?

Im März 2015 war ich mit meinem Vortrag „Juchitán - Mexikos Stadt der Frauen“ beim Frauentreff Erl in Tirol eingeladen.

Als die örtliche Frauentreff-Leiterin die Tür zum Vortragsraum im Pfarrhof aufsperrte, fiel mein Blick auf ihren Schlüsselbund. Daran hing ein Schlüsselanhänger mit der Aufschrift „GRÜSS GÖTTIN“! Meine anfängliche Anspannung war augenblicklich verschwunden. 

Begeistert fragte ich sie, wo ich einen solchen Schlüsselanhänger bekommen könnte. Sie erzählte mir, dass dieser vom Tiroler Frauenbüro herausgegeben worden war. Einige Zeit später schickte sie mir einen davon mit der Post.

Noch im selben Jahr, im Oktober 2015, hielt ich beim Katholischen Bildungswerk Kufstein meinen Vortrag „Gesellschaft in Balance“ über matriarchale Gesellschaftsstrukturen.

Auch mit dem dortigen Leiter kam ich über das „Grüß Göttin“-Schild ins Gespräch. Er schickte mir anschließend eigene Fotografien des Kunstwerks an der Autobahn und, soweit ich mich erinnere, ebenfalls einen Schlüsselanhänger.

Einige Jahre später dachte er erneut an mich: Anlässlich der Innsbrucker Ausstellung „Grüß Göttin & Aura“ von Ursula Beiler im Tirol Panorama am Bergisel, die vom November 2020 bis April 2021 stattfand, ließ er mir ausführliche Unterlagen zur Ausstellung zukommen.

Diese Begegnungen haben mich sehr gefreut. Sie zeigen mir bis heute, dass Offenheit gegenüber der Göttin und weiblichen Gottesbildern auch innerhalb katholischer Bildungseinrichtungen ihren Platz haben kann.

Und sie stehen in einem bemerkenswerten Gegensatz zu manchen der aktuellen politischen Reaktionen auf das „Grüß Göttin“-Schild in Niederösterreich.

 

Drei Schlüsselanhänger aus Filz in Gelb, Pink und Orange mit weißem „GRÜSS GÖTTIN“-Schriftzug und Metallringen, herausgegeben vom Tiroler Frauenbüro.
Die „Grüß Göttin“-Schlüsselanhänger des Tiroler Frauenbüros erinnern mich an meine Begegnungen beim Katholischen Bildungswerk in Erl und Kufstein im Jahr 2015. Einen davon erhielt ich damals von der Leiterin des Frauentreffs Erl per Post.

Wie die Göttin wieder an meine Wohnungstür kam

Das kleine Holzschild, das ich im Dezember 2009 bei meinem abschließenden HAGIA-Lehrgangswochenende gekauft hatte, hing viele Jahre an meiner Wohnungstür.

Bis mir im September 2022 auf dem Seehamer Kunsthandwerksmarkt wieder ein ganz besonderes „Grüß Göttin“-Schild begegnete.

Eigentlich war es eine außergewöhnliche Drachin aus Bronze, die mich zum Stand des Künstlers Oliver Ritter geführt hatte. Doch als ich seine Arbeiten betrachtete, entdeckte ich plötzlich im Hintergrund ein Holzschild mit dem vertrauten Schriftzug.

Künstler Oliver Ritter an seinem Stand beim Seehamer Kunsthandwerksmarkt 2022, umgeben von Göttinnen-Skulpturen und einer brennenden Feuerplastik. Im Hintergrund hängt ein handgefertigtes „Grüß Göttin“-Holzschild.
Am Stand des Künstlers Oliver Ritter beim Seehamer Kunsthandwerksmarkt im September 2022 entdeckte ich im Hintergrund das „Grüß Göttin“-Holzschild. Über diese Begegnung entstand schließlich der Kontakt zum Schildermacher Christoph Schmidsberger aus dem Almtal.
 

Oliver erzählte mir, dass die Schildermacher ebenfalls auf dem Kunsthandwerksmarkt vertreten sind. Also machte ich mich auf die Suche nach ihrem Stand. So entstand der Kontakt zu Christoph Schmidsberger von „Beschildert“ aus Scharnstein im oberösterreichischen Almtal.

Seither gehören seine handgefertigten „Grüß Göttin“-Holzschilder zu meinem Marktplatz der Göttinnen. Eines davon hängt inzwischen auch an meiner eigenen Wohnungstür. Das kleine Original-Holzschild von Ursula Beiler aus dem Jahr 2009 habe ich natürlich liebevoll aufbewahrt.

Und weil mich dieser besondere Gruß nun schon so viele Jahre begleitet, ist im Laufe der Zeit auch eine kleine Auswahl an „Grüß Göttin“-Angeboten entstanden: Neben den Holzschildern aus dem Almtal gibt es meine selbst angefertigten, laminierten Schilder nach dem Foto von 2015 sowie handgefertigte "Grüß Göttin"-Keramiktassen.

Wer die Göttin ebenfalls an der eigenen Haustür oder im Alltag willkommen heißen möchte, findet diese Angebote in meinem Marktplatz der Göttinnen: https://www.wildmohnfrau.at/marktplatz-goettinnen

 

Handgefertigtes „Grüß Göttin“-Holzschild mit naturfarbenem Holzrahmen und ausgeschnittener Holzschrift auf schwarzem Hintergrund, umgeben von immergrünen Zweigen und Schnee.
„Grüß Göttin“ für das eigene Zuhause: Handgefertigtes Holzschild aus der Werkstatt von Christoph Schmidsberger im oberösterreichischen Almtal, erhältlich in meinem Marktplatz der Göttinnen.

Die Göttin wird wieder sichtbar - auf Transparenten, Bannern und Theaterbühnen

Erst vor wenigen Tagen durfte ich in Salzburg eine weitere eindrucksvolle künstlerische Begegnung mit der Göttin erleben.

Im Theaterstück „JedeFrau - Wenn die Göttin dem Jedermann den Spiegel vorhält“ von Tanja Kuntze wird die bekannte Geschichte des Salzburger Jedermann aus einer anderen Perspektive betrachtet. Am Ende seines Lebens begegnet Jedermann der Göttin, die ihn empfängt.

Auch hier geht es um ein uraltes Verständnis des Lebens: Wir gehen aus dem Schoß der Mutter Erde hervor und kehren nach unserem Tod wieder zu ihr zurück.

Während ich diese Aufführung erlebte, wurde mir noch einmal bewusst, wie vielfältig Künstlerinnen seit Jahrzehnten daran arbeiten, weibliche Schöpfungsmacht und alte Göttinnenbilder wieder sichtbar zu machen.

Ursula Beiler bringt die Göttin mit ihrem ungewöhnlichen Willkommensgruß in den öffentlichen Raum. Lydia Ruyle ließ mit ihren farbenprächtigen Göttinnen-Bannern die alten Göttinnen unterschiedlichster Kulturen wieder sichtbar werden. Und Tanja Kuntze bringt die Göttin auf die Theaterbühne, mitten hinein in eine der bekanntesten Geschichten der Salzburger Kultur.

Drei Künstlerinnen, drei unterschiedliche künstlerische Ausdrucksformen und doch ein gemeinsames Anliegen: die Göttin und die Bedeutung des Weiblichen wieder stärker in unser kulturelles Bewusstsein zu bringen.

Dabei geht es um weit mehr als darum, Frauen an die Stelle von Männern zu setzen. Es geht um ein anderes Verständnis des Lebens, der Schöpfung und unserer Beziehung zur lebendigen Erde.

Mein Blog-Beitrag „JedeFrau - wenn die Göttin dem Jedermann den Spiegel vorhält"

 

Und nun sorgt die Göttin in St. Pölten für Aufregung!

Am Morgen des 5. November 2026 erhielt ich eine WhatsApp-Nachricht von meinem Vater.

Er hatte auf Facebook entdeckt, dass das „Grüß Göttin“-Schild nun in St. Pölten aufgestellt worden war und dass es bereits heftige Diskussionen auslöste. Mein Vater war damit sogar schneller als ich. Obwohl mich dieses Schild seit 17 Jahren begleitet, hatte ich von seinem neuen Standort noch gar nichts mitbekommen.

Als ich den entsprechenden Medienbericht auf meinem Facebook-Profil teilte, meldete sich auch mein Vater zu Wort. Er ist bald 78 Jahre alt und nach wie vor zahlendes Mitglied der katholischen Kirche. In seinem ausführlichen Kommentar kritisierte er die politische Vereinnahmung religiöser Fragen und stellte angesichts der Behauptung, Gott müsse zwingend männlich sein, eine ebenso einfache wie treffende Frage: Woher will man das eigentlich wissen?

Seine Reaktion hat mich gefreut. Denn sie zeigt ebenso wie meine Erfahrungen mit dem Katholischen Bildungswerk, dass die Auseinandersetzung um den Göttinnengruß keineswegs einfach eine Frage von katholisch oder nicht katholisch, gläubig oder nicht gläubig ist.

Auch die St. Pöltner Theologin Dagmar Ruhm, die derzeit an meinem Basis-Lehrgang zur modernen Matriarchatsforschung teilnimmt, hat die aktuelle Diskussion aufgegriffen.

In ihrem Blogbeitrag „Grüß Göttin“ vom 6. November 2026 beschäftigt sie sich aus der Perspektive feministischer Theologie mit der Frage, warum die Vorstellung einer Göttin offenbar religiöse Gefühle verletzen kann, während die jahrhundertelange Vorherrschaft männlicher Gottesbilder kaum hinterfragt wird.

Ihr Zugang aus der christlichen Theologie und meine matriarchatsforscherische Perspektive zeigen die unterschiedlichen Blickwinkel auf. Beide machen deutlich, dass es sich lohnt, über unser Verständnis des Göttlichen und die Stellung des Weiblichen nachzudenken.

Den Beitrag von Dagmar Ruhm findet ihr hier: https://www.kostbarleben.jetzt/2026/gruess-goettin/

 

Sprache schafft Wirklichkeit und damit beginnt Veränderung

Dass Ursula Beilers Kunstwerk auch nach 17 Jahren noch solche Reaktionen auslöst, zeigt für mich, wie tief das männliche Gottesbild in unserem kulturellen Bewusstsein verankert ist.

Während ein „Grüß Gott“ für viele Menschen völlig selbstverständlich ist, genügt das kleine zusätzliche „in“, um heftige Diskussionen auszulösen.

Dabei eröffnet „Grüß Göttin“ einen viel größeren Raum, als es die aktuelle Auseinandersetzung um eine vermeintlich gegenderte Grußformel vermuten lässt.

In den Diskussionen auf Facebook begegnete mir auch der Einwand, dass Frauen durch einen weiblichen Gruß weder mehr Sicherheit noch gleiche Bezahlung oder gesellschaftliche Gleichberechtigung erhalten würden.

Natürlich nicht. Ein Schild allein kann keine gesellschaftlichen Missstände beseitigen. Aber das eine schließt das andere doch nicht aus. 

Ich antwortete darauf mit einem Gedanken, der mich seither beschäftigt:

Vielleicht wäre unsere Welt tatsächlich eine andere, wenn wir Menschen uns ganz selbstverständlich mit „Grüß Göttin“ begrüßen würden? Denn Sprache schafft Wirklichkeit.

Die Worte, die wir täglich verwenden, prägen unser Denken, unsere Vorstellungen und letztendlich auch unser Handeln. Was wir immer wieder benennen, wird Teil unseres Bewusstseins. Und was in unserer Sprache keinen Platz hat, gerät nur allzu leicht aus unserem Blickfeld.

Über Jahrhunderte hinweg wurde das Göttliche in unserer Kultur überwiegend männlich benannt und dargestellt. Wie sehr hat dies unsere Vorstellungen von Macht, Autorität und der Stellung von Frauen geprägt?

Und was könnte sich verändern, wenn wir uns wieder bewusst machen, dass das Göttliche auch, und in der matriarchalen Weltsicht vor allem, weiblich verstanden werden kann?

Dass die schöpferische Kraft des Lebens nicht außerhalb unserer Welt zu suchen ist, sondern uns in der lebendigen Erde selbst begegnet?

Vielleicht beginnt gesellschaftliche Veränderung auch damit, dass wir die Bilder und Worte verändern, mit denen wir unsere Welt beschreiben.

 

Grüß Göttin - eine Vision für unsere Zukunft

Für mich reicht diese Frage jedoch noch viel weiter. Denn wenn wir mit „Grüß Göttin“ die lebendige Mutter Erde grüßen, dann verändern wir nicht nur unsere Vorstellung vom Göttlichen. Wir verändern auch unser Verhältnis zu der Welt, in der wir leben.

Was würde es bedeuten, wenn wir die Erde tatsächlich wieder als unsere Große Mutter verstehen würden?

Wenn wir die Wälder nicht vor allem als Holzlieferanten, die Flüsse nicht bloß als nutzbare Wasserressourcen und die Landschaft nicht lediglich als verfügbaren Wirtschaftsraum betrachten würden?

Wenn wir uns wieder bewusst machten, dass wir Menschen aus derselben lebendigen Erde hervorgegangen sind wie alle anderen Lebewesen und dass unser eigenes Leben von ihrem Wohlergehen abhängt?

Vermutlich würden wir achtsamer mit ihr umgehen. Vielleicht würden wir uns stärker für den Schutz ihrer Lebensräume einsetzen und sorgsamer mit den natürlichen Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen umgehen.

Und vielleicht könnte aus dieser Haltung auch ein anderes gesellschaftliches Miteinander erwachsen. Denn die moderne Matriarchatsforschung beschäftigt sich mit Gesellschaftsformen, in denen nicht Herrschaft und Unterordnung, sondern gemeinschaftliche Verantwortung, gegenseitige Fürsorge, Ausgleich und Konsens das Zusammenleben prägen.

Eine lebenswerte Zukunft braucht für mich beides: die Achtung vor der lebendigen Mutter Erde und gesellschaftliche Strukturen, die allen Menschen ein Leben in Würde, Sicherheit und Verbundenheit ermöglichen. 

Dass auch Ursula Beiler diese Verbindung zwischen der Wiederentdeckung weiblicher Göttinnenbilder und einer anderen Zukunftsgestaltung beschäftigt, zeigt ihr Kunstprojekt „FREYA FOR FUTURE“ aus dem Jahr 2023. Am Kunstpavillon in Innsbruck installierte sie eine pink leuchtende Schrift mit diesem ungewöhnlichen Aufruf.

Die nordische Göttin Freya steht in der künstlerischen Interpretation für Fürsorge, Miteinander und eine weiblich geprägte Kultur des Lebens. Gleichzeitig stellt „FREYA FOR FUTURE“ eine bewusste Verbindung zur Umweltbewegung „Fridays for Future“ her.

Im begleitenden Text der Kuratorin Sabine Gamper wird die Bedeutung von Sprache für die Veränderung gesellschaftlicher Vorstellungen hervorgehoben. Die Rückbesinnung auf weibliche Kulturgeschichte wird dabei mit einer achtsamen Lebenspraxis zum Erhalt unseres Planeten verbunden.

Ich finde es bemerkenswert, wie sich damit der Gedanke von „Grüß Göttin“ weiterentwickelt: vom Sichtbarmachen der Göttin im öffentlichen Raum hin zur Frage, wie wir unsere gemeinsame Zukunft auf dieser Erde gestalten wollen. Auch darin erkenne ich eine Verbindung zu meiner eigenen Arbeit und zu den Erkenntnissen der modernen Matriarchatsforschung.

Natürlich entsteht eine solche Welt nicht allein durch eine andere Grußformel.

Aber vielleicht kann ein Gruß uns immer wieder daran erinnern, welche Welt wir eigentlich gestalten möchten.

Und vielleicht liegt darin die besondere Kraft von Ursula Beilers Kunstwerk: Zwei einfache Worte unterbrechen für einen Moment unsere alltäglichen Gewohnheiten. Sie lassen uns innehalten, hinterfragen und die Welt aus einer anderen Perspektive betrachten.

„Grüß Göttin“ ist für mich deshalb nicht nur ein Gruß an die Mutter Erde. Es ist auch ein Ausdruck meiner Hoffnung auf eine Zukunft, in der wir Menschen wieder in Verbundenheit mit der Erde, miteinander und mit allem Lebendigen leben.

Eine Zukunft, in der wir uns nicht als Beherrscher der Erde verstehen, sondern als Teil ihrer großen Lebensgemeinschaft.

Und in der die Achtung vor dem Leben nicht nur in unseren Worten, sondern vor allem in unserem täglichen Handeln zum Ausdruck kommt.

Vielleicht beginnt der Weg dorthin tatsächlich mit einem anderen Blick auf die Welt.

Und mit zwei einfachen Worten:

GRÜSS GÖTTIN!

 

„Grüß Göttin“-Holzschild mit naturfarbenem Rahmen und schwarzem Hintergrund an einer Holztür. Am Türschloss hängt ein pinkfarbener „Grüß Göttin“-Schlüsselanhänger aus Filz.
„Grüß Göttin“ begrüßt auch bei mir zu Hause die Besucherinnen und Besucher: Das Holzschild hat vor einigen Jahren das ursprüngliche Schild von Ursula Beiler abgelöst. Am Wohnungsschlüssel hängt einer der „Grüß Göttin“-Anhänger des Tiroler Frauenbüros.

 

Weiterführende Informationen und Links

Ursula Beiler – die Künstlerin hinter „Grüß Göttin“

Aktuelle Berichterstattung zur Aufstellung in St. Pölten

Katholisches Bildungswerk Salzburg

Frauen, Kunst und Göttinnenkultur

Weitere Beiträge zum Thema


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