Als Zeichen meiner Dankbarkeit

Auf dem „Wechselbad der Gefühle“, welches ich in diesem Herbst durchleben soll, zeigt sich für mich, dank Euch, ein Teppich aus Rosenblättern, der mich mit Zuversicht nährt. Es fallen Lichtstrahlen in Gestalt von Gesprächen und Nachrichten darauf, die meinen Blick auf Möglichkeiten lenken, die ich bisher nicht gesehen hatte. Eines jener dreizehn Frauenzitate, die ich bei meinen Wildmohnfrau-Veranstaltungen als „Gedanken von klugen Frauen“ verschenke, kommt mir in dieser intensiven Zeit immer wieder in den Sinn:  

„Wenn die Wellen über mir zusammenschlagen, tauche ich hinab, nach Perlen zu fischen.“ (Mascha Kaleko)

Neben den geschriebenen Worten sind Rituale für mich eine Form der Kommunikation. Die rituelle „Sprache“ erreicht auch all jene Winkel unseres Seins, die sich dem vom Verstand gesprochenen Wort entziehen. Und auch wenn ich nun hier sitze und versuche, meinen DANK für die Wertschätzung und Bestärkung, für die Unterstützung und Verbundenheit, die Ihr mir in den vergangenen Wochen geschenkt habt, in Worte zu fassen, so war es mir auch ein Anliegen, Euch und der Welt als Zeichen meines Dankes ein Ritual zu schenken. 

Ein besonderer Ort, bis heute als „Frauenwinkel“ benannt, eröffnete mir den Raum dafür. Mutter Erde beschenkt mich dort schon seit vielen Jahren mit ihren vielfältigen Steinkindern. In Gestalt der Salzach bildet sie hier zwischen den Städten Oberndorf und Laufen einen einzigartigen Landschaftsschoss. Dort hinein habe ich meinen Dank gelegt. Mit der, aus meinem Herzen kommenden Dankbarkeit für all das, was mir von Euch in den Wochen seit meinem Blogbeitrag („VomBerührtsein und der Existenzangst“) gegeben und geschenkt wurde, habe ich auch einen Wunsch, eine Bitte in die Welt geschickt. Getragen auf einer Woge von Beifuß-Rauch, geschenkt von der Göttin Artemis. 

Im angelsächsischen Neunkräutersegen aus dem 11. Jahrhundert heißt es:

„Erinnerst du dich, Beifuß, was du verkündest.

Was du anordnest in feierlicher Kundgebung.

Una heißt du, das älteste der Kräuter;

Du hast Macht gegen drei und gegen dreißig,

Du hast Macht gegen Gift und Ansteckung,

Du hast Macht gegen das Übel, das über das Land dahinfährt.“

 


In unterschiedlicher Gestalt fährt „das Übel“ derzeit über das Land. Deshalb habe ich mit meinem Dank auch eine Bitte, einen Wunsch, eine Vision in die Welt gegeben:

Möge sich die Macht der Artemisia wieder erheben, um sich dem in den Weg zu stellen, was uns und unsere Welt mehr und mehr „krank“ macht. Möge sie wirksam werden gegen das Gift der Spaltung und gegen die Ansteckung mit der Angst.

Mögen wir Menschenkinder uns wieder an die Macht der Pflanzen erinnern, wir ihnen wieder unser Vertrauen und unsere Liebe schenken und sich all das, was einem guten und friedlichen, menschlichen Leben auf Mutter Erde im Wege steht, mehr und mehr 

„in Rauch auflösen…“.

 


 

Wenn Du mich und mein Tun mit einem Wertschätzungsbeitrag unterstützten möchtest:

Raiffeisenbank Flachgau-Nord IBAN: AT66 3503 0000 2603 0767 BIC: RVSAAT2S030 Paypal: re.fuchs@aon.at (Renate Fuchs-Haberl) 

DANKE! 

Mehr über das Feiern von Ritualen oder meinen Wildmohnfrau-Newsletter bestellen: www.wildmohnfrau.at

Fürs Erinnern an den "Neukräutersegen" sag ich Danke an Petra Brabec: www.petrabrabec.de

Kommentare

  1. Es ist wunderbar, wie du die Probleme angehst und ihnen einen Namen gibst. Den Beifuß, die Artemisia, brauchen wir jetzt und den Thymian, um diese Zeit zu überstehen. Danke für deine Zeilen, danke für deine aufmunternden Worte, die bringen mehr als jede Impfung. Liebe Grüße Josefine aus Niederbayern

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hab von Herzen Dank für Deine bestärkenden und bestätigenden Worte, liebe Josefine. Ja, der Thymian ist auch wichtig in dieser Zeit. Ich hab grade kürzlich ein Kilo bestellt. :-)
      Herzliche Grüße für Dich hier vom morgendlichen Haunsberg, Renate

      Löschen
  2. Mit Ihrer beruflichen Ausbildung als Bilanzbuchhalterin und Personalverrechnerin müssen Sie keine Existenzängste haben. Manchmal muss man nur über seinen Schatten springen...

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Bilanzbuchhaltung und Personalverrechnung setzen ein permanentes „am fachlichen Ball“ sein und bleiben voraus. Nach bald 30 Jahren ohne dahingehende Berufserfahrung und Weiterbildung ist der Zug abgefahren, wie es so schön heißt. Es verlassen Jahr für Jahr gut ausgebildete, junge Frauen und Männer kaufmännisch bildende Schulen. Sie sind die Expertinnen für Bilanzbuchhaltung und Personalverrechnung in der heutigen Zeit. Sie bilanzieren für die Konzerne, die Banken, für die Gewinnmaximierung der patriarchal-kapitalistische Welt.

      Über meinen Schatten bin ich schon vor über 15 Jahren gesprungen. Als ich mich für das Studium der modernen Matriarchatsforschung entschieden habe. Als ich mich für meine Berufung entschieden habe. Ich darf auf diesem Weg Wissen zu den Menschen bringen, dass unsere Zeit des Wandels dringend braucht. Die Schatten der alten, patriarchalen Welt mit all ihren Ängsten und Machtstrukturen aufzulösen helfen und damit den Weg zu bereiten für eine Welt, in der ein gutes Leben auf Mutter Erde für Menschen, Tiere und Pflanzen wieder möglich sein wird, das ist mein Lebensweg.

      Löschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

Oliver - mein Heros und der richtige Mann für mich

Brigid, Göttin des Lichts und des Neuanfangs

Urmutter Anna und das Wissen der Frauen - Die Ursprünge ihrer weitverbreiteten Verehrung und die Verbindung der Heiligen mit alten Frauenkultorten.